(Darstellung der umgebauten Künstlersiedlung Halfmannshof)Der SPD-Ortsverein Ückendorf-Süd begrüßt das Konzept zur Neugestaltung des Halfmannshofes und sieht darin einen erfolgversprechenden Ansatz zur Revitalisierung der Künstersiedlung. Damit erteilen die Sozialdemokraten im Ortsteil den Forderungen einer vorgeblichen, im Kern aber von Funktionären des "Bürger-Bündnis-Gelsenkirchen" (ehemals Ratsfraktion "Die Linke") getragenen Bürgerinitiative zum Erhalt der Siedlung in ihrer bisherigen Form eine klare Absage.
"Der Halfmannshof in seiner jetzigen Form ist nicht mehr existenzfähig und deshalb auch nicht entwicklungsfähig. Er produziert jedes Jahr Verluste von bis zu 150.000 Euro, weil sich die ansässigen Künstler einer Anpassung ihrer Mietverträge an wirtschaftlich vertretbare Größenordnungen verweigern. Hinzu kommt ein erheblicher Sanierungsstau", erklärt der Stadtverordnete Ulli Jacob. Alle Versuche, Verwaltung und ggw in ein schlechtes Licht zu rücken und sie als unsozial zu diffamieren, sind nichts anderes als anbiedernder Populismus. "Unsozial ist doch vielmehr die Forderung, eine kleine Gruppe von Privilegierten weiter zu subventionieren, weil dafür die vielen anderen Mieter der im sozialen Wohnungsbau aktiven ggw und die Kommune als deren Eigner aufkommen müssen."
"Das Konzept zur Neugestaltung ist in der Bezirksvertretung Süd sowie im Ausschuss für Kultur und Tourismus mit breiter Zustimmung beschlossen worden", weiß der Bezirksverordnete Sebastian Watermeier zu berichten. Kulturreferat und ggw hätten ein schlüssiges Konzept vorgelegt, dass die Zukunft der Künstlersiedlung sichere. Dazu trage auch die bauliche Modernisierung bei, die den Hof für externe Künstler wieder attraktiv und interessant mache. Sinnvoll erscheine zudem, die Zahl der Kreativen nach dem Umbau auf dem Halfmannshof zu erhöhen und auf eine moderne und damit breitere Basis künstlerischer Arbeit zu stellen.
"Nicht zuletzt haben verkrustete Strukturen dazu beigetragen, dass sich der Halfmannshof in den zurückliegenden Jahren immer stärker vom kulturellen Leben im Stadtteil und auch der Stadt abgekapselt hat", so der Bezirksverordnete Fred Ausmeier. "Ein Neustart mit einer Ausstellungshalle, die auch als Begegnungszentrum für den ganzen Stadtteil genutzt werden sollte, kann frischen Wind bringen. Damit wird auch das öffentliche Interesse an der Einrichtung wiederbelebt."
Die Ückendorfer Kommunalpolitiker sind sich sicher: "Der neue Halfmannshof wird eine Strahlkraft ins gesamte Stadtgebiet und darüber hinaus entwickeln."
Stadt Gelsenkirchen: Eine Zukunft für die Künstlersiedlung Halfmannshof
Ratsinformationssystem: Zukunftskonzept Künstlersiedlung Halfmannshof (Vorlage 09-14/2825)