SPD-Ortsverein Ückendorf-Süd

SPD im Ückendorfer Süden will wilden Sprayern auf die Finger klopfen

Kommunalpolitik

Beschmierung Azur Ückendorfer Straße

Der SPD-Bezirksverordnete Gianluca Bruno hat von der Verwaltung auf seine Anfrage zu wilden Sprühereien im Stadtteil eine Antwort erhalten. Die Schmierereien mit dem Slogan „Azur“ entlang der gesamten Ückendorfer Straße und Graffitis mit rechtem Hintergrund gegenüber dem Supermarkt-Parkplatz am Dördelmannshof waren bei der Verwaltung noch nicht aktenkundig. Inzwischen hat sich das geändert, weil die „Azur“-Schmierereien nun auch im unmittelbaren Innenstadtbereich am frisch sanierten Heinrich-König-Platz unübersehbar aufgetaucht sind.

Die Antwort der Verwaltung enthielt aber trotzdem nützliche Informationen: „Eine Verfolgung der Urheber solcher Schmierereien kann, sofern nicht volksverhetzender Inhalt oder ähnliches vorliegt, leider bei der Verunstaltung nicht-öffentlichen Gebäuden nur stattfinden, wenn Strafanzeige wegen Sachbeschädigung gestellt wird“, so Bruno. Davon nähmen viele Eigentümer wegen der geringen Erfolgsaussichten im Einzelfall wohl Abstand. „In den letzten acht Monaten gab es aber stadtweit immerhin 58 Anzeigen wegen Graffitis.“ Zumindest auf öffentlichen Flächen kümmere sich die Stadt zeitnah um eine Beseitigung der Schmierereien. „Privateigentümer sind damit leider häufig kostenmäßig überfordert, zumal wenn es zu Wiederholungstaten kommt.“

„Um die Abschreckung für die Täter zu erhöhen, müssten Schmierereien häufiger zur Anzeige gebracht werden“, findet der Stadtverordnete und Vorsitzende des SPD-Ortsvereins Ückendorf-Süd Ulli Jacob. „Das gilt gerade dann, wenn wie im Falle ‚Azur‘ in großem Ausmaß gesprüht wird.“ Gingen die Täter der Polizei ins Netz, könnte es für sie finanziell sehr schmerzhaft werden: Die Graffitis fänden sich inzwischen nicht nur an zahlreichen Häusern auf der Ückendorfer Straße, sondern auch außerhalb Ückendorfs in Bulmke-Hüllen und in Wattenscheid. „Besonders ärgerlich ist die massive Verunstaltung der Aufgänge des Geländes Am Schalker Verein, das direkt an der Zufahrt von Bulmke nach Ückendorf liegt und von der Wirtschaftsförderung aussichtsreich vermarktet werden soll.“

„Wir wollen den wilden Sprayern auf die Finger klopfen“, sagt Gianluca Bruno. Er wird das Thema mit der SPD-Bezirksfraktion Süd auf die Tagesordnung der nächsten Bezirksvertretungssitzung setzen und mit den Kolleginnen und Kollegen der anderen Fraktionen und der Verwaltung diskutieren, wie auf illegale Graffitis schneller reagiert werden und betroffene Eigentümerinnen und Eigentümer Unterstützung durch Verwaltung und Polizei beispielsweise bei der Dokumentation von Schäden und der Erstattung von Anzeigen erhalten können. „Wilde Schmierereien, die mit künstlerischem Graffiti auf freigegebenen Flächen nichts zu haben, haben für das Straßenbild leider einen ähnlichen Effekt wie andere Formen von Vandalismus oder das Abladen von Abfällen. Für Sanierungsbemühungen im Stadtteil, die gerade auch durch das persönliche Engagement von Eigentümern und Anwohnern getragen werden, ist das abträglich.“

SPD-Bezirksfraktionsvorsitzender Tobias Lang bringt dazu abschließend noch einen weiteren Gedanken ins Spiel: „Bei der Diskussion um verfallende Industriegebäude, wie zum Beispiel auch das ehemalige Gelände von Barchem & Scharberg am Dördelmannshof, sollte die Verwaltung auf die Eigentümer zugehen, um die öffentlich sichtbaren Außenmauern der verfallenen Gebäude für küntlerische legale Graffitis freizugeben. Das würde nicht nur eine optische Verbesserung schaffen und den künstlerischen Teil der Graffiti-Szene gegenüber rücksichtslosen Wildsprayern stärken, sondern vor allem auch die Beschmierung durch rechte Hetzer unterbinden, die keinen geraden Strich sprühen können.“

 
 
 

Termine in Ückendorf

Hier informieren wir Sie über alle Termine des Ortsvereins Ückendorf-Süd.

 

Ortsverein auf Facebook

 

Besucherstatistik

Besucher:399659
Heute:7
Online:1