ehemaliger Plus-MarktDer andauernde Leerstand der ehemaligen Plus-Filiale im Gewerbegebiet Am Dördelmannshof in Ückendorf bereitet der SPD seit längerem Sorgen. Deshalb haben die Stadt- und Bezirksverordneten aus dem Stadtsüden das direkte Gespräch mit der Verwaltung gesucht.
"Wir haben deutlich gemacht, dass der Leerstand im Interesse des Standortes, des Stadtteils und der Anwohner möglichst schnell beseitigt werden muss", so der SPD-Stadtverordnete für den Ückendorfer Süden, Ulli Jacob. Dabei sei erfreulich, dass die Verwaltung sich der Argumentation, der Dördelmannshof erfülle entgegen der Einschätzung im Rahmen des Einzelhandelskonzepts durchaus eine Nahversorgungsfunktion für Ückendorf, nicht verschlossen habe. "Wir konnten glaubhaft mit der Lebensrealität der Menschen argumentieren, deren Meinung wir aus vielen Gesprächen vor Ort kennen."
"Uns ist wichtig, dass eine tragfähige Lösung gefunden wird", schließt sich Michael Thomas Fath, der Vorsitzende der SPD-Bezirksfraktion, an. "Der Standort Dördelmannshof sollte durch eine langfristig angelegte Nachfolgenutzung seine Attraktivität behalten. Dabei stellen wir den aus stadtplanerischen Erwägungen beschlossenen Bebauungsplan nicht in Frage. Allerdings müssen wir uns bewusst sein, dass der Bebauungsplan dann wieder auf den Prüfstand muss, wenn die durch ihn gesetzten Rahmenbedingungen keine Behebung des Leerstandes mehr ermöglichen."
So äußert sich auch Bezirksbürgermeister Bernd Lemanski: "Mit der Verwaltung sind wir so verblieben, dass bis zum Jahresende im Rahmen des Bebauungsplans eine Lösung für die Nachfolgenutzung gesucht wird. Ergibt sich bis dahin nichts, muss über eine Nutzung geredet werden, die der Bebauungsplan aktuell ausschließt. Dies könnte dann auch wieder nahversorgungsrelevanter Einzelhandel beispielsweise aus dem Drogeriesegment sein."
WAZ 22.09.2012: Leerstand am Dördelmannshof bleibt Thema